St Pauli Fischmarkt, 2016 kasaan media, 2016
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Am Morgen, wenn es noch neblig ist

Einer der Touristenmagneten an der Elbe. Nirgends in Hamburg wird mehr gefeilscht, als auf dem Fischmarkt. Ob die Ware frisch ist, muss der Kunde im dichten Gedränge entscheiden, manchmal innerhalb von Sekunden, wenn der Verkäufer noch eine Ananas oder eine Rebe heller Trauben dazu gibt.

Es ist die Show, die flapsigen Sprüche, die die Kunden lieben. Eine Melange von alten Kalauern und sexistischen Sprüchen sind den Verkäufern zu eigen und finden immer wieder Freunde. Das Publikum ist dankbar dafür im Mittelpunkt der Ereignisse zu stehen, wenn die Touristen nach einem Kaffee an einer der Buden, Aale Dieter seine geräucherten Fischwaren unter das Volk „mischt“. Die meisten Besucher sind nicht wegen der Wursttüten oder den Nudeln da, sondern wegen der unvergleichlichen Atmosphäre direkt am Hafen, an der Elbe, wenn sich der Nebel verzieht und die letzten Nachtschwärmer aus den Bars von St. Pauli ein paar Meter zum Heringsfrühstück kommen. Zwischen Blumen und Käsestand versammeln sich dann viele tausend Besucher, die kurz darauf mit etlichen Tüten zur S- Bahn Station zurücklaufen. Jeder von ihnen hat zumindest für einige Minuten das Gefühl, das Geschäft seines Lebens gemacht zu haben.

Wir haben das Treiben einmal dokumentarisch festgehalten.



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