Brief an Kim Jong-un, 2017
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update 3.09.2017
Ein atomares Beben und schwülstige Propaganda

Nach Informationen der KCNA und chinesischer Quellen zündete Nordkorea heute Nacht (GMT) eine weitere Wasserstoffbombe.
Mit schwülstiger Propaganda unterlegt wurde die Bombe gefeiert. Nordkorea baut ein Drohpotenzial auf, das der Welt aus Zeiten Hitlers bekannt sein dürfte.
Bislang blieben die Reaktionen der Welt eher verhalten.

Update: 2.9.2017

Kriegsrhetorik Nordkoreas verstärkt sich
Nordkorea droht mit Raketenangriff auf Weißes Haus
Originaltext aus der Pyongyang Times, in der sich einer der „Offiziellen“ Nordkoreas zu Wort meldete.

„Ein verrückter Hund (damit ist wohl Trump gemeint) sollte zum Tode verurteilt werden“ , meinte Jong Kwang Chol.
„Ich konnte meine Aufregung wegen der Nachricht nicht unterdrücken, dass unsere strategische ballistische Raketenstrategie Hwasong 12 das Ziel im Pazifischen Ozean unter der Leitung von des Obersten Führers Kim Jong Un traf.
Die Rakete flog durch den Luftraum über Japan, um in die Zielgewässer zu einschlagen.
Es begeistert mich und gibt mir großen Mut.
Das ist nicht eine bloße Rakete, sondern eine strategische Rakete, die unsere Partei, Armee und Bürger, die sich fest um den Obersten Führer versammeln, mit einem Glauben und Körper gestartet haben. Das denke ich.
Wenn Trump zuschlägt, ohne zur Besinnung zu kommen, hoffe ich, dass unsere Raketen das Weiße Haus anstelle von Guam angreifen werden.“

Herr Kim,

in dem Wissen, dass Sie exzellentes Deutsch sprechen- noch aus Ihrer Zeit in Bern, als Sie Fußball spielten und gerne zu Mc Donald gingen, Mickey Mouse Filme verschlangen, lange, bevor Sie den Einheitshaarschnitt in Nordkorea einführten, schreibe ich einen offenen Brief an Sie.

Ich sende den offenen Brief im Link an Ihre Nachrichtenagentur KNCA, damit ich sichergehen kann, dass Sie zumindest davon Kenntnis gewinnen.

Ich kann Ihre eigenartige Form der „Außenpolitik“ nicht mehr nachvollziehen.

Zudem heute Abend las ich, dass Sie vier südkoreanische Journalisten zum Tode verurteilen ließen, für ein Buch, das sie gar nicht schrieben. Immerhin in Abwesenheit, das zeichnet Ihre Diktatur aus.
Dann können Sie ein weiteres Todesurteil aussprechen:Für „Die Nächte von Kaesŏng

Ich fürchte mich nicht vor Ihnen oder Ihrer schäbigen Diktatur, oder gar vor den Lakaien Ihres Regimes.

Palaver

Was soll Ihr schon beinahe krankhaftes Kriegsgeschrei?

Leidet die Chuch’e-Ideologie nun an einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom?

Wollen Sie den Rest der Welt erpressen?

Um was- um was geht es diesmal?

Wieder „Reparationsleistungen“ der Amerikaner an Ihr geschundenes, mittlerweile immer aufmüpfigeres Volk.

Wenn die Lkws über Land fahren und die Hilfsgüter verteilen, wird Ihren Bürgern erklärt, dass die „bösen Amerikaner“ bezahlen müssen. Nein, Amerikaner haben Sie mit am Leben erhalten mit vielen Lebensmittellieferungen, wenn das Büro 39 einmal wieder versagt hatte- die US-Dollar-Fakes vielleicht nicht so gut waren- das hat sich die Welt lange genug gefallen lassen und viele andere Dinge aus Ihrem finsteren Terrorstaat.

Die meisten Nordkoreaner, die Zugang zum Internet haben, lachen doch über Sie.
Sie, Kim Jong-un, sind eine zynische Witzblattfigur, die dereinst der Bubidiktator genannt wurde. Es sollen zahlreiche Karikaturen über Sie im Untergrund existieren. Und der Untergrund wird immer größer, jeden Tag kommen ein paar Nordkoreaner dazu. Hier in Ch’ŏngjin, da Hamhŭng, vielleicht auch in Pjöngjang.
Das Zauberwort heißt Résistance, Widerstand. In moderner Zeit hat das Andreas Wisst gut beschrieben, wie man mit Diktaturen fertig wird.

Läuft Ihnen zuhause die Zeit davon?

Hunger gibt es immer noch.

Zwangsarbeit und Volksverdummung durch den Gott ähnlichen Zustand Ihrer Person. Sie sind kein Gott, Sie sind ein Antichrist- allenfalls ein böser Junge, der als Paradebeispiel eines gescheiterten Despoten in die Geschichte eingehen wird.

Was wollen Sie erreichen, außer als Kriegsverbrecher und Verbrecher gegen die Menschlichkeit nach Den Haag gebracht zu werden?

Da gehören Sie jetzt schon auf die vordersten Plätze. Da allemal.

Gerade in Nordkorea sollte man die Folgen eines Krieges noch in Erinnerung haben. Sie halten diese Erinnerung durch die zahlreichen Museen und Filme, Ihr abscheuliches TV-Programm präsent.

Reicht die erste Korea Krise nicht?

Die Entführungen aus Japan?

Nun drohen Sie einer Nation Japan erneut mit einem Nuklear-Krieg.

Was sind Sie für ein kranker Spinner?

Hiroshima und Nagasaki, Fukushima sind sehr präsent in den Köpfen der Japaner.

Warum tun Sie das den Menschen an?

Ich fürchte mich vor den Folgen eines Atomkrieges, den Sie beinahe stündlich androhen.

Ich will mich nicht in Ihrer etwas blumigen Sprache ausdrücken, sondern Fakten auf den Tisch legen:

Jubelkoreaner

Wir haben nur diesen einen Planeten, auf dem die Menschen zu diesem Zeitpunkt ihre Existenz begründen können. Sie drohen mit der Vernichtung des Lebensraumes aller Menschen, wenn Sie Ihre Kader anweisen, Atomsprengköpfe nach Japan oder in die USA zu senden.

Das ist Ihnen und den um Sie versammelten Speichelleckern des Regimes nicht klar.

Diese ewig lustigen, klatschenden Lakaien mit Notizblock von Kims Gnaden, wie ich heute der Pyongyang Times entnehmen durfte, scheinen wie aus einer anderen Zeit.

Dass Ihnen die alten Kader des Militärs im Nacken sitzen, weil die Zeit der Kims in Nordkorea abläuft, das eigene Haus kollabiert, weil selbst China, Sie als das ungezogene Kind bezeichnet, ist klar.

Jeden Tag zerrinnt Ihnen die Macht mehr und mehr zwischen den Händen.
Ri Pyong Chol schien besonders glücklich über den erneuten Raketenstart. Er wird nicht müde zu betonen, dass, folgt man der Pyongyang Times erneut, die Militär-Operationen real sind, um Guam anzugreifen.

Was hat Ihr Land mit Guam zu tun?

Hwasong 12 ist Ihr Zauberwort. Wir fürchteten uns auch schon vor Scud-Raketen. Nun heißt der neue Schrecken Hwasong 12 bzw. 14.
Sie, Kim Jong-un, sind in der Tat „Dr. Seltsam“, wie Sie augenscheinlich die Folgen Ihres Handelns nicht ermessen können, wollen oder dürfen. Sie machen den Eindruck der Vorturner oder Kasper Ihrer degenerierten Generalität zu sein.

Nicht mehr, aber auch weniger.

Sie und der Kader, der schon Ihren Ahnen diente, schien besonders beglückt über den Wahnsinn, den Sie und die anderen Apparatschiks über Asien bringen, verkünden zu dürfen.

Einiges sind wir aus dem Staat, den Sie vertreten, gewöhnt.

Bislang glaubte man, Sie sind eine Reinkarnation einer bösen Comicfigur. Wir fehlten. Sie sind wahnsinnig und kriminell, wie alle Despoten, die sich wie ein roter Faden durch die Weltgeschichte ziehen.
Alle Diktatoren sind gescheitert. Das sollte Ihnen zu denken geben.

Wer sich dann noch als „großer Führer“ dem eigenen Volk präsentierte, endete in einer riesigen Katastrophe. An diesem Abgrund stehen Sie, weil selbst der von der Zivilisation verachtete Donald Trump nun alle Sympathien gegen Sie auf seiner Seite hat.

Ich versichere Ihnen, auch Sie werden so enden, wie alle Diktatoren.

Besseres haben Sie dann auch nicht verdient.

Man will das alles nicht glauben, was man aus Nordkorea hört. Einem eigentlich wunderschönen Land mit freundlichen Menschen, einer uralten Kultur, die vor Ihrer bizarren Zeitrechnung existierte.

Sie unterhalten, neben Ihrem liebsten Hobby Raketenstarts anzusehen, Flugzeuge zu fliegen, Fabriken und folgende Hinrichtungen zu kontrollieren, Freizeitparks zu eröffnen, und den normalen politischen Zirkus, den Ihr Großvater eröffnete, zu verfügen, ein widerwärtiges, pervertiertes Regime.

In Ihrem Land werden KZ ähnliche Einrichtungen unterhalten, Sklavenarbeiter über die ganzen Welt verkauft.

Eine Maßnahme wäre, die Gefangenen in den KZs endlich freizulassen. Zumindest die Kinder. Mehr als 200.000 Menschen fristen in diesen Lagern, weil diese Menschen Christen und Oppositionelle sind, nebenbei Bürger Ihres Landes, ihr Leben.

Devisenbeschaffung wie bei Hitler.In meinen Augen sind Sie eine Light Version des Naziführers. Die Lager sind auch nach Plänen der Nazis angelegt.

Sie sind, wie die ganze Kim-Sippe, ein Loser, bevor Sie überhaupt auf „den Knopf gedrückt haben“.

Sie überleben den Tag nicht, an dem eine Rakete bewohntes Gelände trifft oder halten Sie die Allianz aller Völker für erpressbar?

Wie, Herr Kim, soll es weitergehen?

Keiner hat mehr Lust auf Ihren Wahnsinn.
Das Leben ist kein Comicstrip.
Auch für Sie nicht.
In diesem Sinn,

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